Analyse des Grundstückmarkts & Bodenpreise in Ennepe-Ruhr-Kreis
Dieser Artikel beruht auf einer KI-gestützten Datenanalyse der allgemeinen Grundstücksdaten. Für eine individuelle Auskunft zu Ihrem Grundstück nutzen Sie bitte das Anfrageformular.
Wohnbauflächen
Zum Stichtag 01.01.2026 liegen die Bodenrichtwerte für den individuellen Wohnungsbau im Ennepe-Ruhr-Kreis zwischen 160 €/m² für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser in mittlerer Lage in Breckerfeld und 405 €/m² für Reihenmittelhäuser in guter Lage in Hattingen. Der Breckerfelder Wert stieg gegenüber 120 €/m² im Vorjahr um 33,3%, der Hattinger Spitzenwert gegenüber 400 €/m² um 1,3%. In mittlerer Lage reicht die Kreisspanne von 160 €/m² in Breckerfeld bis 370 €/m² in Hattingen. Kräftig zulegen konnten zudem Gevelsberg mit Anstiegen von 13,2% an der Untergrenze und 13,3% an der Obergrenze der Spanne, Hattingen mit 8,2% an der Untergrenze und Witten mit 6,7% an der Obergrenze. Unverändert blieben die Spannen in Ennepetal, Sprockhövel und Wetter.
| Stadt | 2025 €/m² | 2026 €/m² |
|---|---|---|
| Breckerfeld | 120 - 215 | 160 - 225 |
| Ennepetal | 215 - 285 | 215 - 285 |
| Gevelsberg | 190 - 300 | 215 - 340 |
| Hattingen | 245 - 400 | 265 - 405 |
| Herdecke | 215 - 350 | 215 - 360 |
| Schwelm | 265 - 345 | 280 - 360 |
| Sprockhövel | 235 - 380 | 235 - 380 |
| Wetter | 220 - 305 | 220 - 305 |
| Witten | 205 - 300 | 205 - 320 |
Geschosswohnungsbau
Im Geschosswohnungsbau reichen die Bodenrichtwerte im Kreis von 135 €/m² in einfacher Lage in Breckerfeld bis 340 €/m² in guter Lage in Sprockhövel. In Breckerfeld gab der Wert in guter Lage von 175 auf 170 €/m² nach, das sind 2,9% weniger, in einfacher Lage stieg er von 130 auf 135 €/m², ein Plus von 3,8%. In Witten legte der Richtwert in guter Lage von 250 auf 260 €/m² zu, ein Plus von 4,0%. Die Werte gelten für Wohnungen oder Mischnutzung mit einem gewerblichen Anteil von bis zu 20 Prozent. Aus 8 Kaufverträgen für Geschosswohnungsbau und Geschäftsgrundstücke ergab sich ein Quartilsabstand von 265 bis 330 €/m², ein zuverlässiger Durchschnittspreis konnte nicht ermittelt werden.
| Stadt | 2026 €/m² |
|---|---|
| Breckerfeld | 135 - 170 |
| Ennepetal | 145 - 225 |
| Gevelsberg | 195 - 280 |
| Hattingen | 245 - 335 |
| Herdecke | 210 - 290 |
| Schwelm | 170 - 240 |
| Sprockhövel | 275 - 340 |
| Wetter | 225 - 275 |
| Witten | 185 - 260 |
Gewerbliche Bauflächen
Unverändert blieben zum Stichtag 01.01.2026 die Bodenrichtwerte für Gewerbe und Industrie in allen neun Städten des Kreises. Sie reichen von 40 €/m² in einfacher Lage in Hattingen bis 70 €/m² in guter Lage in Witten, der größten Stadt des Kreises, wo die Werte zwischen 55 und 70 €/m² liegen. Am unteren Ende stehen Hattingen mit 40 bis 45 €/m² und Breckerfeld mit 45 €/m². Aus 10 Kaufverträgen ergab sich für 2025 ein durchschnittlicher Bodenpreis von 56 €/m² bei einem Quartilsabstand von 42 bis 66 €/m². Der Bodenpreisindex für Gewerbe und Industrie stieg von 106,0 auf 113,1, ein Plus von 6,7%.
| Stadt | 2025 €/m² | 2026 €/m² |
|---|---|---|
| Breckerfeld | 45 | 45 |
| Ennepetal | 50 - 60 | 50 - 60 |
| Gevelsberg | 45 - 60 | 45 - 60 |
| Hattingen | 40 - 45 | 40 - 45 |
| Herdecke | 55 - 60 | 55 - 60 |
| Schwelm | 60 - 65 | 60 - 65 |
| Sprockhövel | 45 - 60 | 45 - 60 |
| Wetter | 45 - 60 | 45 - 60 |
| Witten | 55 - 70 | 55 - 70 |
Kauffälle
Die Zahl der auswertbaren Kauffälle im Ennepe-Ruhr-Kreis stieg 2025 von 1.940 auf 2.204, ein Plus von 13,6%; sie liegt damit rund 10% unter dem Niveau der Jahre 2020 und 2021. Dem Gutachterausschuss gingen insgesamt 2.577 Kaufverträge zu. Wohnungs- und Teileigentum legte um 28,0% auf 983 Verträge zu, bebaute Grundstücke um 6,5% auf 949, darunter Ein- und Zweifamilienhäuser um 4,8% auf 660. Bei den unbebauten Grundstücken sank die Zahl um 5,7% auf 217, im individuellen Wohnungsbau von 34 auf 33 Verträge, das sind 2,9% weniger, während Erbbaurechte und Erbbaugrundstücke um 7,8% auf 55 stiegen. Ohne Vorjahresvergleich weist der Bericht 10 Kauffälle für Gewerbe und Industrie, 8 für Geschosswohnungsbau, 46 für land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen, 193 für Reihenend- und Doppelhäuser, 111 für Reihenmittelhäuser und 224 für Drei- und Mehrfamilienhäuser einschließlich gemischt genutzter Gebäude aus.
| Art der Fläche | 2024 | 2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Unbebaute Grundstücke | 230 | 217 | –5,7% |
| Individueller Wohnungsbau | 34 | 33 | –2,9% |
| Bebaute Grundstücke | 891 | 949 | +6,5% |
| Ein- und Zweifamilienhäuser | 630 | 660 | +4,8% |
| Wohnungs- und Teileigentum | 768 | 983 | +28,0% |
| Erbbaurechte und Erbbaugrundstücke | 51 | 55 | +7,8% |
| Insgesamt | 1.940 | 2.204 | +13,6% |
Umsatz
Der Geldumsatz der auswertbaren Kauffälle stieg 2025 von 577,5 auf 660,9 Mio. €, ein Plus von 14,4%, während der Flächenumsatz von 305,6 auf 249,5 ha zurückging, das sind 18,4% weniger. Bebaute Grundstücke erreichten 452,6 Mio. €, ein Zuwachs von 12,9%, wovon 272,2 Mio. € auf Ein- und Zweifamilienhäuser und 133,0 Mio. € auf Drei- und Mehrfamilienhäuser einschließlich gemischt genutzter Gebäude entfielen. Wohnungs- und Teileigentum legte um 36,4% auf 177,7 Mio. € zu, Erbbaurechte und Erbbaugrundstücke um 9,3% auf 10,6 Mio. €, darunter 4,9 Mio. € für Wohnungserbbaurechte; unbebaute Grundstücke gingen dagegen um 45,6% auf 19,9 Mio. € zurück. Einschließlich der Verträge mit ungewöhnlichen oder persönlichen Verhältnissen beläuft sich der Gesamtumsatz auf 756,0 Mio. € bei einem Flächenumsatz von 368,5 ha.
| Art der Fläche | 2024 Mio. € | 2025 Mio. € | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Unbebaute Grundstücke | 36,6 | 19,9 | –45,6% |
| Bebaute Grundstücke | 401,0 | 452,6 | +12,9% |
| Wohnungs- und Teileigentum | 130,3 | 177,7 | +36,4% |
| Erbbaurechte und Erbbaugrundstücke | 9,7 | 10,6 | +9,3% |
| Insgesamt | 577,5 | 660,9 | +14,4% |
Liegenschaftszinssätze
Zwischen 1,0 % für freistehende Zweifamilienhäuser mit 34 Kauffällen und 4,6 % für gemischt genutzte Gebäude mit 9 Kauffällen und einer Restnutzungsdauer von mindestens 25 Jahren bewegen sich die Liegenschaftszinssätze im Ennepe-Ruhr-Kreis. Bei den Ein- und Zweifamilienhäusern sank der Zinssatz für freistehende Einfamilienhäuser mit 56 Kauffällen von 1,8 auf 1,7 %, für freistehende Zweifamilienhäuser von 1,7 auf 1,0 % und damit um 0,7 Prozentpunkte, während er für Doppel- und Reihenhäuser mit 98 Kauffällen um 0,3 Prozentpunkte von 1,5 auf 1,8 % stieg. Bei Drei- und Mehrfamilienhäusern sowie gemischt genutzten Gebäuden liegen die Zinssätze der Gruppen mit einer Restnutzungsdauer unter 25 Jahren jeweils unter denen der Gruppen mit 25 Jahren und mehr, bei Dreifamilienhäusern etwa bei 1,1 gegenüber 2,3 %. Für Gewerbe- und Industriegebäude mit 7 Kauffällen und Handel mit 6 nennt der Bericht Spannen von 1,8 bis 9,4 % beziehungsweise 1,1 bis 6,7 %.
| Gebäudeart | 2025 % | 2026 % | Veränderung Prozentpunkte |
|---|---|---|---|
| Einfamilienhäuser | 1,8 | 1,7 | –0,1 |
| Zweifamilienhäuser | 1,7 | 1,0 | –0,7 |
| Doppel- und Reihenhäuser | 1,5 | 1,8 | +0,3 |
Bodenpreisindex
Bei 149,5 Punkten lag der Bodenpreisindex für baureifes Land im individuellen Wohnungsbau im Ennepe-Ruhr-Kreis 2025 auf der Basis 2010 = 100 und damit 1,6% über dem Vorjahreswert von 147,1. Gegenüber dem Jahr 2020 mit 121,0 Punkten ergibt sich ein Anstieg um 23,6%, zugleich ist es der höchste Wert der Reihe seit 2010. Aus 33 Kaufverträgen ermittelte der Gutachterausschuss einen durchschnittlichen Bodenpreis von 328 €/m² bei einem Quartilsabstand von 255 bis 395 €/m².
| Jahr | Indexwert | Jährliche Veränderung |
|---|---|---|
| 2021 | 130,0 | +7,4% |
| 2022 | 145,3 | +11,8% |
| 2023 | 139,1 | –4,3% |
| 2024 | 147,1 | +5,8% |
| 2025 | 149,5 | +1,6% |
Bodenpreisindexreihe
Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Hattingen, Herdecke, Schwelm, Sprockhövel, Wetter (Ruhr), Witten
Für schriftliche Bodenrichtwertauskünfte fallen Gebühren nach der Vermessungs- und Wertermittlungskostenordnung des Landes NRW an. Diese Gebühren belaufen sich in der Regel auf Werte zwischen 23 und 46 Euro, je nach Umfang der Auskunft, und dem damit verbundenen Aufwand.