Analyse des Grundstückmarkts & Bodenpreise in Heinsberg
Dieser Artikel beruht auf einer KI-gestützten Datenanalyse der allgemeinen Grundstücksdaten. Für eine individuelle Auskunft zu Ihrem Grundstück nutzen Sie bitte das Anfrageformular.
Wohnbauflächen
Zum Stichtag 01.01.2026 reichen die gebietstypischen Bodenrichtwerte für den individuellen Wohnungsbau im Kreis Heinsberg von 125 €/m² in einfachen Lagen in Waldfeucht bis 330 €/m² in guten Lagen in Erkelenz. In mittleren Lagen bewegt sich die Spanne zwischen 135 €/m² in Waldfeucht und 210 €/m² in Übach-Palenberg und Wassenberg. Die Bodenpreisindizes für Wohnbauflächen stiegen in allen zehn Kommunen. Am stärksten legte Gangelt mit 3,2% zu, gefolgt von Hückelhoven mit 1,9% und Wassenberg mit 1,5%. Den geringsten Zuwachs verzeichnete Geilenkirchen mit 0,3%.
| Stadt/Gemeinde | 2026 €/m² | Veränderung |
|---|---|---|
| Erkelenz | 155–330 | +1,3% |
| Gangelt | 135–200 | +3,2% |
| Geilenkirchen | 130–240 | +0,3% |
| Heinsberg | 145–240 | +1,1% |
| Hückelhoven | 150–210 | +1,9% |
| Selfkant | 140–180 | +1,0% |
| Übach-Palenberg | 160–270 | +1,4% |
| Waldfeucht | 125–155 | +0,8% |
| Wassenberg | 145–260 | +1,5% |
| Wegberg | 170–275 | +1,0% |
| Kreis Heinsberg | 125–330 | +1,4% |
Gewerbliche Bauflächen
Für Gewerbe- und Industriegebiete weist der Gutachterausschuss Richtwerte zwischen 15 und 120 €/m² aus. Beide Grenzwerte liegen in Wegberg. Die höchsten Untergrenzen haben Übach-Palenberg und Waldfeucht mit 30 €/m². Bei besonderer gewerblicher Nutzung, etwa Einzelhandel, reicht die Spanne von 30 €/m² in Geilenkirchen und Hückelhoven bis 180 €/m² in Hückelhoven. Erkelenz, die einwohnerstärkste Stadt des Kreises, liegt bei 25 bis 75 €/m² für Gewerbe- und Industriegebiete und bei 100 bis 150 €/m² für besondere Nutzungen. Die Richtwerte beruhen überwiegend auf Verkäufen der Städte und Gemeinden. Freie Verkäufe liegen nach Angaben des Gutachterausschusses tendenziell darüber.
| Stadt/Gemeinde | Gewerbe- und Industriegebiete €/m² | Besondere gewerbliche Nutzung €/m² |
|---|---|---|
| Erkelenz | 25–75 | 100–150 |
| Gangelt | 25–30 | 60 |
| Geilenkirchen | 25–30 | 30 |
| Heinsberg | 25–60 | 80 |
| Hückelhoven | 20–50 | 30–180 |
| Selfkant | 25–40 | 50–90 |
| Übach-Palenberg | 30–40 | 50–60 |
| Waldfeucht | 30–40 | 40 |
| Wassenberg | 20–60 | 50–70 |
| Wegberg | 15–120 | 80–90 |
| Kreis Heinsberg | 15–120 | 30–180 |
Kauffälle
Im Jahr 2025 registrierte der Gutachterausschuss im Kreis Heinsberg 2.814 Kaufverträge, 7,4% mehr als im Vorjahr. Damit stieg die Zahl zum zweiten Mal in Folge, sie liegt aber 25,9% unter dem Höchstwert von 3.800 Verträgen im Jahr 2019. Bebaute Grundstücke legten um 11,6% zu, darunter Ein- und Zweifamilienhäuser um 10,5%. Beim Wohnungs- und Teileigentum wuchs die Zahl um 8,5%. Unbebaute Grundstücke wurden dagegen 2,2% seltener verkauft, Baugrundstücke für den individuellen Wohnungsbau 5,8% seltener. Die Zahl der Zwangsversteigerungen stieg um 58,3% auf 19.
| Art der Fläche | 2024 | 2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Unbebaute Grundstücke | 716 | 700 | –2,2% |
| Individueller Wohnungsbau | 309 | 291 | –5,8% |
| Gewerbliche Bauflächen | 20 | 22 | +10,0% |
| Landwirtschaft | 205 | 220 | +7,3% |
| Forstwirtschaft | 36 | 29 | –19,4% |
| Bauerwartungs-/Rohbauland | 26 | 14 | –46,2% |
| Sonstige Flächen | 120 | 124 | +3,3% |
| Bebaute Grundstücke | 1.550 | 1.730 | +11,6% |
| Ein- und Zweifamilienhäuser | 1.410 | 1.558 | +10,5% |
| Mehrfamilienhäuser | 78 | 91 | +16,7% |
| Gewerbe-/Industriegebäude | 40 | 45 | +12,5% |
| Sonstige Bebauung | 22 | 36 | +63,6% |
| Wohnungs- und Teileigentum | 354 | 384 | +8,5% |
| Gesamt | 2.620 | 2.814 | +7,4% |
Umsatz
Der Geldumsatz im Kreis Heinsberg stieg 2025 um 8,3% auf 720,6 Mio. €. Bebaute Grundstücke erreichten 570,5 Mio. € und damit ein Plus von 17,2%. Den größten Anteil stellten Ein- und Zweifamilienhäuser mit 439,3 Mio. €, ein Zuwachs von 12,6%. Mehrfamilienhäuser legten um 36,9% zu, Gewerbe- und Industriegebäude um 40,8%, Wohnungs- und Teileigentum um 18,1%. Bei unbebauten Grundstücken sank der Umsatz um 31,5%, vor allem bei gewerblichen Bauflächen mit 81,1% und landwirtschaftlichen Flächen mit 31,8%. Der Flächenumsatz bebauter und unbebauter Grundstücke ging um 4,9% auf 568,7 ha zurück.
| Art der Fläche | 2024 Mio. € | 2025 Mio. € | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Unbebaute Grundstücke | 122,580 | 83,950 | –31,5% |
| Individueller Wohnungsbau | 37,074 | 40,108 | +8,2% |
| Gewerbliche Bauflächen | 30,778 | 5,819 | –81,1% |
| Landwirtschaft | 44,439 | 30,291 | –31,8% |
| Forstwirtschaft | 0,234 | 0,258 | +10,2% |
| Bauerwartungs-/Rohbauland | 7,550 | 2,915 | –61,4% |
| Sonstige Flächen | 2,501 | 4,560 | +82,3% |
| Bebaute Grundstücke | 486,690 | 570,465 | +17,2% |
| Ein- und Zweifamilienhäuser | 390,048 | 439,334 | +12,6% |
| Mehrfamilienhäuser | 42,974 | 58,834 | +36,9% |
| Gewerbe-/Industriegebäude | 49,360 | 69,481 | +40,8% |
| Sonstige Bebauung | 4,308 | 2,815 | –34,7% |
| Wohnungs- und Teileigentum | 56,080 | 66,217 | +18,1% |
| Gesamt | 665,350 | 720,632 | +8,3% |
Liegenschaftszinssätze
Die Liegenschaftszinssätze aus Verkäufen des Jahres 2025 reichen von 0,9% für Reihen- und Doppelhäuser bis 3,2% für Mehrfamilienhäuser. Die größte Veränderung betrifft Mehrfamilienhäuser mit einem Rückgang um 0,8 Prozentpunkte. Bei Dreifamilienhäusern sank der Satz um 0,5 Prozentpunkte. Einzig bei Erstverkäufen von Wohnungseigentum stieg der Wert, um 0,1 Prozentpunkte auf 1,2%. Die Auswertung stützt sich auf 264 Einfamilienhäuser, 206 Reihen- und Doppelhäuser und 83 weiterverkaufte Eigentumswohnungen. Für Drei- und Mehrfamilienhäuser lagen nur 7 bzw. 19 Fälle vor. Die mittlere Restnutzungsdauer der Bestandsobjekte liegt zwischen 41 und 49 Jahren. Objekte mit weniger als 25 Jahren Restnutzungsdauer flossen nicht in die Auswertung ein.
| Gebäudeart | 2024 % | 2025 % | Veränderung Pp |
|---|---|---|---|
| Einfamilienhäuser | 1,3 | 1,1 | –0,2 |
| Reihen-/Doppelhäuser | 1,2 | 0,9 | –0,3 |
| Zweifamilienhäuser | 1,6 | 1,5 | –0,1 |
| Dreifamilienhäuser | 3,2 | 2,7 | –0,5 |
| Mehrfamilienhäuser | 4,0 | 3,2 | –0,8 |
| Wohnungseigentum Erstverkauf | 1,1 | 1,2 | +0,1 |
| Wohnungseigentum Weiterverkauf | 1,3 | 1,2 | –0,1 |
Bodenpreisindex
Im rechnerischen Mittel der zehn Kommunen erreicht der Bodenpreisindex für Wohnbauflächen im Kreis Heinsberg zum Stichtag 01.01.2026 einen Wert von 156,9 Punkten auf Basis 2010 = 100. Das sind 1,4% mehr als im Vorjahr und 30,5% mehr als zum Stichtag 01.01.2021. Den höchsten Indexwert weist Wassenberg mit 187,1 Punkten aus, den niedrigsten Selfkant mit 122,0 Punkten. Im Fünfjahresvergleich reichen die Zuwächse von 18,9% in Gangelt bis 45,8% in Wassenberg.
| Jahr | Indexwert | Jährliche Veränderung |
|---|---|---|
| 2021 | 137,0 | +14,0% |
| 2022 | 150,2 | +9,6% |
| 2023 | 151,1 | +0,6% |
| 2024 | 154,8 | +2,5% |
| 2025 | 156,9 | +1,4% |
Bodenpreisindexreihe
Erkelenz, Gangelt, Geilenkirchen, Heinsberg, Hückelhoven, Selfkant, Waldfeucht, Wassenberg, Wegberg, Übach-Palenberg
Für schriftliche Bodenrichtwertauskünfte fallen Gebühren nach der Vermessungs- und Wertermittlungskostenordnung des Landes NRW an. Diese Gebühren belaufen sich in der Regel auf Werte zwischen 23 und 46 Euro, je nach Umfang der Auskunft, und dem damit verbundenen Aufwand.