Analyse des Grundstückmarkts & Bodenpreise in Krefeld
Diese Analyse beruht auf allgemeinen Grundstücksdaten. Für eine individuelle Auskunft zu Ihrem Grundstück nutzen Sie bitte das Anfrageformular.
Diese Analyse beruht auf dem Grundstücksmarktbericht 2025 für die Stadt Krefeld, veröffentlicht vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Krefeld am 21.03.2025. Für eine individuelle Auskunft zu Ihrem Grundstück nutzen Sie bitte das Anfrageformular.
Wohnbauflächen
Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Krefeld hat zum Stichtag 01.01.2025 die Bodenrichtwerte für das Stadtgebiet ermittelt. Bei den dargestellten Werten handelt es sich um gebietstypische Durchschnittswerte. Individuelle Grundstücke können aufgrund spezifischer Merkmale wie Lage, Zuschnitt, Erschließungszustand oder Bodenbeschaffenheit von diesen Werten abweichen. Für baureife Grundstücke des individuellen Wohnungsbaus zeigt sich eine differenzierte Preisspanne je nach Lage. Freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser auf Grundstücken zwischen 350 und 800 m² erzielen in guter Lage 570 €/m², in mittlerer Lage 390 €/m² und in mäßiger Lage 290 €/m². Bei Doppelhaushälften und Reihenendhäusern mit Grundstücksgrößen von 250 bis 500 m² liegen die Werte in guter Lage bei 560 €/m², in mittlerer Lage bei 410 €/m² und in mäßiger Lage bei 330 €/m². Reihenmittelhäuser auf Grundstücken zwischen 150 und 300 m² erreichen 550 €/m² in guter Lage, 400 €/m² in mittlerer Lage und 340 €/m² in mäßiger Lage. Für Geschosswohnungsbau mit einer wertrelevanten Geschossflächenzahl von etwa 1,2 ± 0,7 bewegen sich die Bodenrichtwerte zwischen 560 €/m² in guter Lage, 420 €/m² in mittlerer Lage und 370 €/m² in mäßiger Lage. Bei gewerblichen Bauflächen für klassisches Gewerbe liegen die Werte zwischen 100 €/m² in guter Lage und 40 €/m² in mäßiger Lage.| Nutzungsart | Gute Lage €/m² |
Mittlere Lage €/m² |
Mäßige Lage €/m² |
|---|---|---|---|
| Freistehende Ein-/Zweifamilienhäuser | 570 | 390 | 290 |
| Doppelhaushälften/Reihenendhäuser | 560 | 410 | 330 |
| Reihenmittelhäuser | 550 | 400 | 340 |
| Geschosswohnungsbau | 560 | 420 | 370 |
| Gewerbliche Bauflächen | 100 | 70 | 40 |
Landwirtschaftliche Flächen und Wald
Neben den Bauflächen wurden auch Bodenrichtwerte für land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen ermittelt. Die angegebenen Werte stellen gebietstypische Durchschnittswerte dar. Konkrete Grundstücke können je nach Bodengüte, Erschließung und weiteren individuellen Faktoren von diesen Richtwerten abweichen. Ackerland wird mit 11,00 €/m² bewertet, während Grünland einen Richtwert von 5,50 €/m² aufweist. Waldflächen liegen bei 0,60 €/m². Für Grundstücke im Außenbereich mit Wohnnutzung wurde ein Bodenrichtwert von 210 €/m² festgelegt.| Nutzungsart | Bodenrichtwert €/m² |
|---|---|
| Ackerland | 11,00 |
| Grünland | 5,50 |
| Wald | 0,60 |
| Außenbereich (Wohnen) | 210 |
Kauffälle
Im Berichtsjahr 2024 registrierte der Gutachterausschuss insgesamt 1.725 geeignete Kauffälle, was einem Anstieg von 16% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Bei den unbebauten Grundstücken zeigte sich ein starker Zuwachs im Wohnbauland mit 32 Kauffällen, was einer Steigerung von 129% entspricht. Geschosswohnungsbauland verzeichnete 2 Kauffälle und damit einen Rückgang von 60%. Der Markt für bebaute Grundstücke entwickelte sich dynamisch. Ein- und Zweifamilienhäuser erreichten 535 Kauffälle, was einem Plus von 23% entspricht. Ertragsorientierte Objekte verzeichneten 235 Transaktionen mit einem moderaten Anstieg von 3%. Im Segment Wohnungseigentum wurden insgesamt 744 Kauffälle registriert, was einem Zuwachs von 14% entspricht. Dabei entfielen 65 Transaktionen auf Erstverkäufe von Neubauten, was eine deutliche Steigerung von 261% bedeutet. Weiterverkäufe machten mit 675 Kauffällen den Großteil aus und stiegen um 6%.| Grundstücksart | 2024 | Veränderung |
|---|---|---|
| Wohnbauland | 32 | +129% |
| Geschosswohnungsbauland | 2 | -60% |
| Gewerbebauland | 6 | -14% |
| Ackerland | 15 | 0% |
| Grünland | 8 | +100% |
| Wald | 3 | +200% |
| Ein-/Zweifamilienhäuser | 535 | +23% |
| Ertragsorientierte Objekte | 235 | +3% |
| Wohnungseigentum Erstverkäufe | 65 | +261% |
| Wohnungseigentum Weiterverkäufe | 675 | +6% |
| Geeignete Kauffälle gesamt | 1.725 | +16% |
Umsatzentwicklung
Der Geldumsatz der geeigneten Kauffälle belief sich 2024 auf 667 Mio. €, was einem Rückgang von 15% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese Entwicklung steht im Kontrast zur gestiegenen Anzahl der Transaktionen. Bei unbebauten Grundstücken verzeichnete Wohnbauland einen Umsatz von 9,0 Mio. €, während Geschosswohnungsbauland 2,1 Mio. € erzielte. Gewerbebauland erreichte 9,0 Mio. €. Die landwirtschaftlichen Flächen generierten insgesamt 3,7 Mio. €. Der Umsatz mit bebauten Grundstücken belief sich auf 477,0 Mio. €. Ein- und Zweifamilienhäuser im Weiterverkauf erzielten dabei 216,4 Mio. €, während Mietwohnhäuser 137,3 Mio. € umsetzten. Gewerbe- und Industrieobjekte erreichten einen Umsatz von 110,9 Mio. €. Das Segment Wohnungseigentum verzeichnete einen Gesamtumsatz von 144,7 Mio. €. Erstverkäufe trugen 33,8 Mio. € bei, während Weiterverkäufe 109,8 Mio. € erwirtschafteten.| Grundstücksart | 2024 Mio. € |
Veränderung |
|---|---|---|
| Bauland | 20,1 | -70% |
| Bebaute Grundstücke | 478,7 | -18% |
| Landwirtschaft u.a. | 19,2 | +351% |
| Wohnungseigentum | 144,7 | +12% |
| Teileigentum | 3,8 | +42% |
| Umsatz geeignete Kauffälle gesamt | 666,7 | -15% |
Preisentwicklung
Die Preisentwicklung bei unbebauten Grundstücken zeigte 2024 ein differenziertes Bild. Die dargestellten Veränderungen beziehen sich auf stadtweite Durchschnittswerte. Einzelne Grundstücke können aufgrund ihrer individuellen Eigenschaften und Lagemerkmale eine abweichende Wertentwicklung aufweisen. Wohnbauland verzeichnete stadtweite Durchschnittspreise mit einem Anstieg von 3%. Geschosswohnungsbauland und Gewerbebauland blieben unverändert bei 0%. Ackerland und Grünland legten jeweils um 10% zu, während Waldflächen stabil blieben. Im Bereich der bebauten Grundstücke sanken die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser um 1%. Ertragsorientierte Objekte zeigten keine Veränderung. Bei Wohnungseigentum stiegen die Preise für Erstverkäufe um 5%, während Weiterverkäufe eine Preissteigerung von 3% verzeichneten.| Grundstücksart | Preisveränderung 2024 |
|---|---|
| Wohnbauland | +3% |
| Geschosswohnungsbauland | 0% |
| Gewerbebauland | 0% |
| Ackerland | +10% |
| Grünland | +10% |
| Wald | 0% |
| Ein-/Zweifamilienhäuser | -1% |
| Ertragsorientierte Objekte | 0% |
| Wohnungseigentum Erstverkäufe | +5% |
| Wohnungseigentum Weiterverkäufe | +3% |
Liegenschaftszinssatz
Zum Stichtag 01.01.2025 hat der Gutachterausschuss Liegenschaftszinssätze für ertragsorientierte Objekte ermittelt. Die Auswertung basiert auf 62 Kauffällen aus den Geschäftsjahren 2022 bis 2024. Für Mehrfamilienhäuser mit einem Gewerbeanteil unter 20% wurde ein Liegenschaftszinssatz von 3,3% festgestellt. Die durchschnittliche Wohnfläche betrug 369 m² bei einem mittleren Kaufpreis von 1.564 €/m² und einer Durchschnittsmiete von 7,2 €/m². Die durchschnittliche Restnutzungsdauer lag bei 32 Jahren. Gemischt genutzte Gebäude mit einem Gewerbeanteil über 20% wiesen einen Liegenschaftszinssatz von 4,2% auf. Hier betrug die durchschnittliche Nutzfläche 365 m² bei einem mittleren Kaufpreis von 1.393 €/m² und einer Durchschnittsmiete von 6,6 €/m². Die Restnutzungsdauer belief sich auf durchschnittlich 36 Jahre.| Gebäudeart | Liegenschaftszinssatz | Anzahl Fälle | Ø Größe m² |
Ø Kaufpreis €/m² |
Ø RND Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| Mehrfamilienhaus | 3,3% | 54 | 369 | 1.564 | 32 |
| Gemischt genutztes Gebäude | 4,2% | 8 | 365 | 1.393 | 36 |
Bodenpreisindex individueller Wohnungsbau
Der Bodenpreisindex für Baugrundstücke des individuellen Wohnungsbaus zeigt die langfristige Wertentwicklung seit dem Basisjahr 2010. Im Jahr 2024 erreichte der Index einen Stand von 171 Punkten, was einer Steigerung von 3% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Indexreihe verdeutlicht die kontinuierliche Aufwärtsentwicklung der Bodenpreise über die vergangenen Jahre. Seit dem Basisjahr 2010 haben sich die Bodenpreise für individuellen Wohnungsbau um 71% erhöht. Besonders dynamisch verlief die Entwicklung zwischen 2015 und 2022, in der der Index von 115 auf 166 Punkte kletterte.| Jahr | Index (Basis 2010=100) | Veränderung |
|---|---|---|
| 2015 | 115 | +4% |
| 2016 | 119 | +3% |
| 2017 | 124 | +4% |
| 2018 | 131 | +6% |
| 2019 | 143 | +9% |
| 2020 | 149 | +4% |
| 2021 | 158 | +6% |
| 2022 | 166 | +5% |
| 2023 | 166 | 0% |
| 2024 | 171 | +3% |
Bodenpreisindexreihe
Untersuchte Regionen:
Stadtmitte, Kempener Feld/Baackeshof, Inrath/Kliedbruch, Cracau, Dießem/Lehmheide, Benrad-Süd, Forstwald, Benrad-Nord, Hülser Berg, Traar, Verberg, Gartenstadt, Bockum, Linn, Gellep-Stratum, Oppum, Fischeln, Uerdingen, Hüls
Auf einen Blick
Stichtag:
1.1.2025
Veröffentlicht:
10.3.2025
Aktualisierung:
jährlich
Preise für Auskunft über Gutachterausschuss:
Für schriftliche Bodenrichtwertauskünfte fallen Gebühren nach der Vermessungs- und Wertermittlungskostenordnung des Landes NRW an. Diese Gebühren belaufen sich in der Regel auf Werte zwischen 23 und 46 Euro, je nach Umfang der Auskunft, und dem damit verbundenen Aufwand.
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