Wohnbauflächen
Die Bodenrichtwerte für Wohnbauland in der Stadt Aachen zeigten zum Stichtag 01.01.2025 deutliche Veränderungen. Besonders in guten Lagen stiegen die Werte um 8,8 % an, während sie in mittleren Lagen stabil blieben und in einfachen Lagen um 7,1 % zulegten.
Zum Stichtag 01.01.2026 setzt sich die Aufwärtsentwicklung fort. In guten Lagen stieg der Bodenrichtwert erneut kräftig auf 1.000 €/m² (+8,1 %). In mittleren Lagen erhöhte sich der Wert auf 600 €/m² (+4,3 %) und in einfachen Lagen auf 310 €/m² (+3,3 %).
| Lage |
BRW 01.01.2025 €/m² |
BRW 01.01.2026 €/m² |
Veränderung |
| Einfach |
300 |
310 |
+3,3 % |
| Mittel |
575 |
600 |
+4,3 % |
| Gut |
925 |
1.000 |
+8,1 % |
Geschosswohnungsbau
Für Grundstücke im Geschosswohnungsbau (GFZ 1,0) lagen die Werte zum 01.01.2025 zwischen 380 €/m² in einfachen Lagen und 600 €/m² in guten Lagen. Zum Stichtag 01.01.2026 stiegen die Werte in allen Lagen spürbar an. In guten Lagen erhöhte sich der Richtwert auf 650 €/m² (+8,3 %), in mittleren Lagen auf 450 €/m² (+3,4 %) und in einfachen Lagen auf 390 €/m² (+2,6 %).
| Lage |
BRW 01.01.2025 €/m² |
BRW 01.01.2026 €/m² |
Veränderung |
| Einfach |
380 |
390 |
+2,6 % |
| Mittel |
435 |
450 |
+3,4 % |
| Gut |
600 |
650 |
+8,3 % |
Bodenrichtwerte im Gewerbesektor
Im Gewerbesektor blieben die Bodenrichtwerte in Aachen zum Stichtag 01.01.2025 stabil. In einfachen Lagen lagen die Werte bei 90 €/m², in mittleren Lagen bei 110 €/m² und in guten Lagen bei 150 €/m². Zum 01.01.2026 setzt sich diese stabile Tendenz fort: Gute und einfache Lagen verbleiben auf Vorjahresniveau, während mittlere Lagen leicht auf 115 €/m² anzogen.
| Lage |
BRW 01.01.2025 €/m² |
BRW 01.01.2026 €/m² |
Veränderung |
| Einfach |
90 |
90 |
0,0 % |
| Mittel |
110 |
115 |
+4,5 % |
| Gut |
150 |
150 |
0,0 % |
Umsätze und Verkäufe
Der Grundstücksmarkt in der Städteregion Aachen befindet sich im Berichtsjahr 2025 weiterhin im Aufschwung. Insgesamt wurden der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses 5.102 Objekte mit einem Gesamtgeldumsatz von 1.610,4 Mio. € vorgelegt. Gegenüber dem Vorjahr (4.462 Objekte, 1.403,6 Mio. €) entspricht das einem Anstieg der Transaktionszahlen um rd. +14 % und des Geldumsatzes um rd. +15 %. Der Gutachterausschuss führt diese Entwicklung auf einen anhaltenden Gewöhnungseffekt an die stabilisierten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zurück – insbesondere die gleichmäßigere Entwicklung von Bauzinsen, Bau- und Energiekosten.
Gesamtumsatz nach Gebiet
| Gebiet |
2023 Mio. € |
2024 Mio. € |
2025 Mio. € |
Veränderung |
| Städteregion Aachen gesamt |
1.241,0 |
1.403,6 |
1.610,4 |
+14,7 % |
| Stadt Aachen |
629,7 |
714,2 |
841,2 |
+17,8 % |
| Ehemaliger Kreis Aachen |
611,3 |
689,4 |
769,1 |
+11,6 % |
Umsatz nach Teilmärkten
Der Teilmarkt der bebauten Grundstücke bleibt mit einem Umsatz von 1.124,4 Mio. € bei 2.479 ausgewerteten Fällen der mit Abstand größte Teilmarkt (+12 % gegenüber 2024). Besonders dynamisch entwickelte sich der Teilmarkt Wohnungs- und Teileigentum mit einem Umsatzplus von rd. +29 % auf 388,4 Mio. €. Demgegenüber gab der Teilmarkt unbebaute Grundstücke beim Geldumsatz leicht nach (−2,9 %), obwohl die Anzahl der Kauffälle um +10,7 % stieg.
| Teilmarkt |
2024 Mio. € |
2025 Mio. € |
Veränderung |
| Unbebaute Grundstücke |
88,9 |
86,3 |
−2,9 % |
| Bebaute Grundstücke |
1.000,4 |
1.124,4 |
+12,4 % |
| Wohnungs- und Teileigentum |
301,5 |
388,4 |
+28,8 % |
| Erbbaurechte und Erbbaurechtsgrundstücke |
12,7 |
11,3 |
−11,0 % |
Wertentwicklung für Wohnbauland in Aachen
Die Wertentwicklung für Wohnbauland in der Städteregion Aachen zeigt langfristig einen deutlichen Aufwärtstrend. Nach der Stagnationsphase 2022–2023 und dem kräftigen Anstieg auf einen Indexwert von 164,7 zum 01.01.2025 (+6,3 % gegenüber Vorjahr) setzt sich die Erholung zum 01.01.2026 fort: Der flächengewichtete Mittelwert für die Städteregion erreicht nun 172,1, was einem weiteren Plus von +4,5 % entspricht. Seit dem Basisjahr 2010 hat sich das Wohnbaulandniveau in der Städteregion damit nahezu verdoppelt.
| Jahr (Stichtag 01.01.) |
Indexwert (Basis 2010 = 100) |
Veränderung |
| 2021 |
133,1 |
+12,3 % |
| 2022 |
150,1 |
+12,8 % |
| 2023 |
153,3 |
+2,1 % |
| 2024 |
155,0 |
+1,1 % |
| 2025 |
164,7 |
+6,3 % |
| 2026 |
172,1 |
+4,5 % |