Bodenrichtwerte für Köln 2026

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Analyse des Grundstückmarkts & Bodenpreise in Köln

Diese Analyse beruht auf allgemeinen Grundstücksdaten. Für eine individuelle Auskunft zu Ihrem Grundstück nutzen Sie bitte das Anfrageformular.

Diese Analyse beruht auf dem Grundstücksmarktbericht 2026 für die Stadt Köln, veröffentlicht vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Köln am 31.03.2026. Für eine individuelle Auskunft zu Ihrem Grundstück nutzen Sie bitte das Anfrageformular.

Wohnbauflächen

Die Bodenrichtwerte für Bauland im individuellen Wohnungsbau sind 2025 im linksrheinischen Stadtgebiet um 3% gestiegen, während sie im rechtsrheinischen um 5% zurückgingen. Bei freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern erhöhte sich der Richtwert in guter Lage um 3% auf 2.220 €/m², in mittlerer Lage sank er um 1% auf 840 €/m², während die mäßige Lage unverändert bei 540 €/m² blieb. Doppelhaushälften und Reihenendhäuser veränderten sich in guter Lage um 3% auf 1.770 €/m², in mittlerer Lage um 2% auf 920 €/m² und in mäßiger Lage um 4% auf 520 €/m². Reihenmittelhäuser stiegen in guter Lage um 2% auf 1.420 €/m², in mittlerer Lage sanken sie um 6% auf 970 €/m², in mäßiger Lage um 3% auf 580 €/m².
Gebäudetyp Gute Lage €/m² Mittlere Lage €/m² Mäßige Lage €/m²
Ein- und Zweifamilienhäuser 2.220 840 540
Doppelhaushälften 1.770 920 520
Reihenmittelhäuser 1.420 970 580

Gewerbliche Bauflächen

Die Bodenrichtwerte für Gewerbegrundstücke blieben 2025 gegenüber dem Vorjahr überwiegend unverändert. Auch der Bodenpreisindex für Geschosswohnungsbaugrundstücke stagnierte stadtgebietsweit bei ±0%. Der Richtwert für Mietwohnungen und Mischnutzungen mit einem gewerblichen Anteil bis 20% des Rohertrages blieb in allen Lagen stabil: gute Lage 1.130 €/m², mittlere Lage 1.030 €/m², mäßige Lage 810 €/m².
Gewerbenutzung Gute Lage €/m² Mittlere Lage €/m² Mäßige Lage €/m²
Klassisches Gewerbe 215 180 135

Kauffälle

Im Berichtsjahr 2025 wurden insgesamt 7.831 Kaufverträge registriert, ein Anstieg von 8% gegenüber dem Vorjahr. Den größten Anteil am Marktgeschehen trägt mit 17% aller Transaktionen der Stadtbezirk Lindenthal, gefolgt von der Innenstadt mit 15% und Rodenkirchen mit 12%. Wertmäßig dominiert die Innenstadt mit einem Anteil von 26% am gesamten Geldumsatz, obwohl sie nur den zweithöchsten Anteil an Kauffällen stellt. Beim Wohnungs- und Teileigentum entfallen allein 19% aller Transaktionen auf die Innenstadt, gefolgt von Lindenthal mit 18%. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern ist Chorweiler mit 232 Transaktionen der aktivste Stadtbezirk, deutlich vor Rodenkirchen mit 248 und Porz mit 223 Kauffällen. Im Segment der Mehrfamilienhäuser führt Mülheim mit 115 Verkäufen, gefolgt von der Innenstadt mit 129.
Teilmarkt 2024 2025 Veränderung
Baugrundstücke 267 265 -1%
Ein- und Zweifamilienhäuser 1.345 1.406 +5%
Mehrfamilienhäuser 568 655 +15%
Wohnungs- und Teileigentum 4.722 5.132 +9%
Erbbaurechte 225 219 -3%
Gesamter Grundstücksmarkt 7.226 7.831 +8%

Umsatz

Der Gesamtgeldumsatz auf dem Kölner Immobilienmarkt stieg um rund 1,0 Milliarden Euro auf rund 5,68 Milliarden Euro, ein Plus von 21%. Größter Umsatzträger ist die Innenstadt mit 1,48 Milliarden Euro bzw. 26% des Gesamtumsatzes, obwohl dort nur 15% der Transaktionen stattfanden – ein deutlicher Hinweis auf das hohe Preisniveau. Lindenthal folgt mit 874 Millionen Euro (15%), Rodenkirchen mit 752 Millionen Euro (13%). Die rechtsrheinischen Bezirke Porz, Kalk und Mülheim kommen zusammen auf 21% aller Kauffälle, aber nur auf 21% des Geldumsatzes, was das strukturell niedrigere Preisniveau im rechtsrheinischen Bereich widerspiegelt. Den stärksten absoluten Zuwachs unter den bebauten Teilmärkten verzeichneten Mehrfamilienhäuser mit einem Plus von 47% auf 1,22 Milliarden Euro.
Teilmarkt 2024 Mio. € 2025 Mio. € Veränderung
Baugrundstücke 283,10 364,88 +29%
Ein- und Zweifamilienhäuser 815,94 921,59 +13%
Mehrfamilienhäuser 832,86 1.224,58 +47%
Wohnungs- und Teileigentum 1.546,46 1.811,39 +17%
Erbbaurechte 77,38 59,27 -23%
Gesamter Grundstücksmarkt 4.678,48 5.682,42 +21%

Liegenschaftszinssatz

Der mittlere Liegenschaftszinssatz für vermietete Ein- und Zweifamilienhäuser liegt auf Basis von 15 Kauffällen aus dem Auswertezeitraum 2024 bis 2025 bei 1,6%. Für Mehrfamilienhäuser mit einem gewerblichen Anteil bis 20% des Rohertrages ermittelte der Gutachterausschuss einen Zinssatz von 2,9%, für Mietwohnhausgrundstücke 2,8%. Dreifamilienhausgrundstücke sowie gemischt genutzte Grundstücke mit einem gewerblichen Mietanteil unter 50% werden mit 3,0% bewertet, bei gewerblichem Mietanteil über 50% steigt der Zinssatz auf 3,3%. Für Geschäfts- und Bürogrundstücke gilt ein Liegenschaftszinssatz von 3,8%.
Gebäudeart Zinssatz Ø Restnutzungsdauer
Ein- und Zweifamilienhäuser 1,6% 36 Jahre
Dreifamilienhausgrundstücke 3,0% 32 Jahre
Mietwohnhausgrundstücke 2,8% 36 Jahre
Gemischt genutzt (Gewerbeanteil < 50%) 3,0% 35 Jahre
Gemischt genutzt (Gewerbeanteil > 50%) 3,3% 35 Jahre
Geschäfts- und Bürogrundstücke 3,8% 36 Jahre

Bodenpreisindex

Der Bodenpreisindex für Ein- und Zweifamilienhausgrundstücke (ohne Neubau) im linksrheinischen Stadtgebiet stieg 2025 um 3% auf 184 Punkte (Basisjahr 2015 = 100), nachdem er im Vorjahr um 10% zurückgegangen war. Im rechtsrheinischen Stadtgebiet sank der Index hingegen erneut, diesmal um 5% auf 175 Punkte. Der Index für Geschosswohnungsbaugrundstücke verharrte sowohl links- als auch rechtsrheinisch bei ±0%, für Gewerbegrundstücke ebenfalls bei ±0% und einem Indexstand von 121.
Jahr Linksrheinisch Veränderung Rechtsrheinisch Veränderung
2019 145 +4% 141 +12%
2020 175 +20% 169 +20%
2021 210 +20% 202 +20%
2022 220 +5% 213 +5%
2023 198 -10% 191 -10%
2024 178 -10% 184 -4%
2025 184 +3% 175 -5%

Bodenpreisindexreihe

Untersuchte Regionen:

Altstadt/Süd, Neustadt/Süd, Altstadt/Nord, Neustadt/Nord, Deutz, Bayenthal, Marienburg, Raderberg, Raderthal, Zollstock, Rondorf, Hahnwald, Rodenkirchen, Weiß, Sürth, Godorf, Immendorf, Meschenich, Klettenberg, Sülz, Lindenthal, Braunsfeld, Müngersdorf, Junkersdorf, Weiden, Lövenich, Widdersdorf, Ehrenfeld, Neuehrenfeld, Bickendorf, Vogelsang, Bocklemünd/Mengenich, Ossendorf, Nippes, Mauenheim, Riehl, Niehl, Weidenpesch, Longerich, Bilderstöckchen, Merkenich, Fühlingen, Seeberg, Heimersdorf, Lindweiler, Pesch, Esch/Auweiler, Volkhoven/Weiler, Chorweiler, Blumenberg, Roggendorf/Thenhoven, Worringen, Poll, Westhoven, Ensen, Gremberghoven, Eil, Porz, Urbach, Elsdorf, Grengel, Wahnheide, Wahn, Lind, Libur, Zündorf, Langel, Finkenberg, Humboldt/Gremberg, Kalk, Vingst, Höhenberg, Ostheim, Merheim, Brück, Rath/Heumar, Neubrück, Mülheim, Buchforst, Buchheim, Holweide, Dellbrück, Höhenhaus, Dünnwald, Stammheim, Flittard

Auf einen Blick
Stichtag:
1.1.2026
Veröffentlicht:
15.3.2026
Aktualisierung:
jährlich
Preise für Auskunft über Gutachterausschuss:

Für schriftliche Bodenrichtwertauskünfte fallen Gebühren nach der Vermessungs- und Wertermittlungskostenordnung des Landes NRW an. Diese Gebühren belaufen sich in der Regel auf Werte zwischen 23 und 46 Euro, je nach Umfang der Auskunft, und dem damit verbundenen Aufwand.

Adresse:
Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Köln Willy-Brandt-Platz 2 50679 Köln
Internet:
Webseite
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