Durchschnittliche Bodenrichtwerte für Wohnimmobilien
Zum Stichtag 01.01.2024 wurden in Mainz aktualisierte Bodenrichtwerte für individuellen Wohnungsbau ermittelt. Die Werte reichen von
710 €/m² bis
1.410 €/m². Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich eine uneinheitliche Entwicklung. Während einige Stadtteile wie Weisenau mit einem Plus von
11,20% und Bretzenheim mit
7,73% deutliche Zuwächse verzeichnen, gibt es in anderen Bereichen wie Laubenheim mit
6,72% und der Innenstadt mit
4,08% auch Rückgänge.
| Stadtteil |
2022 (€/m²) |
2024 (€/m²) |
Veränderung |
| Mainz (Innenstadt) |
1.470 |
1.410 |
-4,08% |
| Bretzenheim |
970 |
1.045 |
7,73% |
| Drais |
1.070 |
1.070 |
0% |
| Ebersheim |
730 |
725 |
-0,68% |
| Finthen |
990 |
950 |
-4,04% |
| Gonsenheim |
990 |
990 |
0% |
| Hechtsheim |
930 |
930 |
0% |
| Laubenheim |
1.190 |
1.110 |
-6,72% |
| Lerchenberg |
710 |
710 |
0% |
| Marienborn |
980 |
990 |
1,02% |
| Mombach |
760 |
815 |
7,24% |
| Weisenau |
1.250 |
1.390 |
11,20% |
Geschosswohnungsbau / Gemischte Bauflächen
Die Bodenrichtwerte für Geschosswohnungsbau und gemischte Bauflächen reichen von
590 €/m² bis
3.500 €/m². Im Vergleich zu den Daten von 2022 zeigt sich eine überwiegend negative Entwicklung. Die stärksten Rückgänge verzeichnen Marienborn mit
28,81% und Weisenau mit
23,81%. Lediglich Bretzenheim konnte mit einem Plus von
5,22% einen Zuwachs verbuchen. Der Höchstwert wird weiterhin in der Mainzer Innenstadt mit
3.500 €/m² erreicht, was einen leichten Rückgang von
5,41% darstellt.
| Stadtteil |
2022 (€/m²) |
2024 (€/m²) |
Veränderung |
| Mainz (Innenstadt) |
3.700 |
3.500 |
-5,41% |
| Bretzenheim |
1.150 |
1.210 |
5,22% |
| Drais |
770 |
765 |
-0,65% |
| Ebersheim |
620 |
610 |
-1,61% |
| Finthen |
1.180 |
1.145 |
-2,97% |
| Gonsenheim |
1.040 |
1.025 |
-1,44% |
| Hechtsheim |
900 |
900 |
0% |
| Laubenheim |
900 |
845 |
-6,11% |
| Weisenau |
640 |
680 |
6,25% |
| Marienborn |
590 |
590 |
0% |
| Mombach |
660 |
700 |
6,06% |
Liegenschaftszinssätze
Die Liegenschaftszinssätze für Mainz wurden zum Stichtag 01.01.2023 ermittelt. Für Ein- und Zweifamilienhäuser liegt der durchschnittliche Zinssatz bei
1,81% mit einer Standardabweichung von 0,43%. Mehrfamilienhäuser weisen einen Zinssatz von
1,56% (Standardabweichung 0,61%) auf. Wohn- und Geschäftshäuser haben einen durchschnittlichen Zinssatz von
2,02% (Standardabweichung 0,57%), während Gewerbeobjekte mit
3,82% (Standardabweichung 1,47%) den höchsten Zinssatz aufweisen.
| Immobilienart |
Liegenschaftszinssatz (%) |
Standardabweichung (%) |
| Ein- und Zweifamilienhäuser |
1,81 |
0,43 |
| Mehrfamilienhäuser |
1,56 |
0,61 |
| Wohn- und Geschäftshäuser |
2,02 |
0,57 |
| Gewerbeobjekte |
3,82 |
1,47 |
Kauffälle und Gesamtumsatz rückläufig
Die Anzahl der Kauffälle ging 2022 in fast allen Immobilienarten zurück. Bei Wohnungs- und Teileigentum sanken die Erstverkäufe um
64% auf 126 Fälle, die Weiterverkäufe um
18% auf 766. Bebaute Grundstücke für Wohnzwecke verzeichneten einen Rückgang um
12% auf 430 Kauffälle. Unbebaute Wohnbaugrundstücke brachen um
62% auf nur noch 20 Fälle ein.
Der Gesamtumsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um
13% auf
1.192 Millionen Euro. Besonders stark war der Rückgang bei Erstverkäufen von Wohnungs- und Teileigentum (
66%) sowie unbebauten Wohnbaugrundstücken (
50%).
| Immobilienart |
Kauffälle 2022 |
Veränderung zum Vorjahr |
| Wohnungs-/Teileigentum Erstverkauf |
126 |
-64% |
| Wohnungs-/Teileigentum Weiterverkauf |
766 |
-18% |
| Bebaute Grundstücke Wohnen |
430 |
-12% |
| Unbebaute Grundstücke Wohnen |
20 |
-62% |
Langfristige Preisentwicklung bleibt positiv
Die Bodenpreisindexreihen zeigen eine kontinuierliche Wertsteigerung in den letzten Jahren. Mit dem Basisjahr 2010 (Index = 100) stieg der Index für Wohngebiete im Jahr 2022 auf
276,4, was einem Anstieg von
12,7% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gewerbegebiete verzeichneten einen Anstieg auf
172,3 (
10,8% zum Vorjahr), während der Index für Innenstadtlagen (Geschäftslage) bei
414,3 stagnierte.
| Jahr |
Wohngebiete |
Gewerbegebiete |
Innenstadt (Geschäftslage) |
| 2018 |
182,1 |
132,4 |
338,7 |
| 2019 |
200,2 |
129,8 |
400,2 |
| 2020 |
206,2 |
140,2 |
404,2 |
| 2021 |
245,3 |
155,5 |
414,3 |
| 2022 |
276,4 |
172,3 |
414,3 |